Geschichte

Geschichte der Hängematte

 

Die Geschichte der Hängematte

Die Hängematte kommt ursprünglich aus Lateinamerika , wo sie vermutlich um 1000 n. Chr. entwickelt wurde. Ihre Erfindung wird gern den Maya zugesprochen. Sicher nachzuweisen ist das aber nicht. Wahrscheinlicher ist, dass die Hängematte schon früh von verschiedenen tropischen Indianerkulturen genutzt wurde. Noch bis heute ist die Hängematte in diesen Gebieten im Tiefland, im Regenwald und in Küstengebieten in Gebrauch. Die Hängematte bietet die Möglichkeit, fern von Dreck und Getier sicher schlafen zu können, sie ist klein und leicht transportierbar. Diese Eigenschaften machten sie zur perfekten Schlafgelegenheit für diese Regionen.

Christoph Kolumbus erwähnte 1492 Netzhängematten in seinen Aufzeichnungen. Er schreibt dort von „hamacas“. Er lernte die Hängematte in der Karibik kennen und brachte sie von dort nach Europa. Die Hängematte breitete sich schnell unter Seefahrern aus. Auch sie schätzten eine Schlafgelegenheit fern vom schmutzigen Boden, und die Turbulenzen des Seeganges waren sanft schaukelnd leichter zu ertragen.

Der Begriff stammt von den damals auf Haiti lebenden Taíno, die wenige Jahrzehnte nach der Eroberung durch die Spanier ausstarben. Die Taíno bauten unter anderem Baumwolle an, aus der sie Netze flochten, die sie sowohl zum Schlafen als auch für den Fischfang benutzten. Für den fremdartig klingenden Begriff, der in vielen anderen europäischen Sprachen noch in ähnlichen Formen erhalten ist (z. B.: englisch hammock, französisch hamac, spanisch hamaca), fanden die Deutschen bald ein Wort, das ganz ähnlich klang und gleichzeitig die Verwendung des Gegenstandes beschrieb: Hängematte.